Geschichte der Kirchengemeinde

Hier ist die Jubiläumsschrift herunterzuladen „150 Jahre Evangelische Kirche Rietheim“, mit interessanten Informationen zur Geschichte der Rietheimer Kirche, zur Orgel und den Glocken.

Anlässlich der 175 Jahrfeier wurde von dem damaligen 1. Vorsitzenden des Kirchengemeinderats Heinz Elsäßer folgende Ansprache gehalten:

(in Ausschnitten)

… Ich möchte meinem Rückblick den Titel geben, die Kirche im Dorf.

Die Geschichte des Dorfs hat vor weit mehr als 1200 Jahren begonnen. Vermutlich so etwas um 1000 Jahre nach Christi Geburt wurde nach Christianisierung durch Mönche aus St. Gallen hier an dieser Stelle eine Kapelle, die Silvesterkapelle gebaut. Sie bot nach der Beschreibung in der Chronik von Pfarrer Bossert etwa 100 Menschen Platz. Das Dorf hatte vor 175 Jahren so etwas 800 Einwohner, damit war die Kapelle für die damaligen Verhältnisse viel zu klein. Rietheim war zu dieser Zeit keine eigene Pfarrei, es gehörte zu Hausen ob Verena. Der Hausener Pfarrer Lang machte sich damals stark dafür, dass in Rietheim ein größeres Gotteshaus gebaut werden soll. 1822 wurde von ihm der erste Antrag für den Bau gestellt, jedoch abgelehnt. 1832 waren die Zeichen besser, der Bescheid war nicht ablehnend, deshalb wurde 1833 ein Plan erstellt, der dann genehmigt wurde. Die Rietheimer hatten auch damals schon Eigenleistung angeboten, sie wollten sich mit 400 Gulden beteiligen. Um die Steine heran zu bringen, wurde gewünscht, dass die Bevölkerung die Fuhrwerke zur Verfügung stellt. Da wie ich annehme, damals Rietheim ein armes Bauerndorf war, musste dies abgelehnt werden, man hatte nicht genügend Pferde.

Die Kirche wurde dann im Wesentlichen auf Kosten des Staates erstellt. Staat deshalb, weil der oberste Hirte der Kirche der württembergische König war, die Trennung von Kirche und Staat kam erst viel später.

Auf jeden Fall wurde am 7. April 1835 mit dem Abbruch der Silversterkapelle begonnen. Im Juni darauf wurde der Grundstein gelegt. … Wenn ich die Baugeschichte lese, dann bekomme ich vor den Männern, die das geleistet haben, viel Ehrfurcht.

Von Anfang April bis Anfang Juni wurde die Silversterkapelle abgebrochen, am 2. Advent konnte die Fertigstellung gefeiert werden. Die Mauern sind einen Meter dick, die Balken, die die Decke tragen sind 50 mal 40 cm dick und ca. 5 m lang. Ich versuche, mir immer wieder vorzustellen, welche Schinderei es wohl war, das ganze Baumaterial zu bewegen.

Die Konstruktion von Decke und Dachstuhl ist bis heute noch solide und zeugt von der Qualität der Arbeit. Dass der Zahn der Zeit an Gemäuer und Balken nagt, hat nichts mit der ursprünglichen Konstruktion zu tun. Einzelne Stellen des Dachs, vor allem der Übergang zwischen Turm und Dach sowie Dach und den verschiedenen Schornsteinen (es gab noch einen anderen als den jetzigen) war einfach undicht geworden und die Balken finden an zu faulen.

Auf jeden Fall war die Kirche Dezember 1835 fertig, den Turm der Silvesterkapelle hatte man stehen gelassen. Es waren wohl auch die beiden Glocken der Kapelle geblieben. Sehr bald war klar, dass der Turm zu niedrig ist, um das Geläut der Glocken im ganzen Dorf zu hören, die Schallöffnung Richtung Norden war niedriger als der First. Ich weiß es nicht, ob es so war, aber ich kann mir vorstellen, dass es unmöglich ist, wenn die katholischen Weilheimer die Glocken der Kirche besser hören als die evangelischen Rietheimer. Was auch immer die offizielle Begründung war, 1845 wurde dann der Turm aufgestockt zur jetzigen Größe, die Glocken sind im ganzen Dorf zu hören.

Schon bald wurde der Ruf nach einer Orgel laut, es wurde behauptet, dass sie schon zur Einweihung gespielt wurde. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sie 1836 in Auftrag gegeben wurde, so konnte man es den Notizen in der Orgel entnehmen. Der Sohn des Orgelbauers Braun aus Spaichingen hat 1868 auf dem Windkanal vermerkt, dass sein Vater sie 1836 für den Spottpreis um 700 Gulden gebaut haben soll.

Nun kurz zur Geschichte der Kirchengemeinde. 1835 war man noch ein Teil der Gemeinde Hausen, die Beschwerden ziehen sich durch die Akten. Die Rußberger mussten sechs Steigungen auf oder ab, um in die Kirche zu gelangen. Die Hausener Pfarrer beschwerten sich, dass es zu mühsam sei, von Hausen aus nach Rietheim und auf den Rußberg zu gelangen. Die Pfarrer bekamen zwar ein Pferd zugesprochen, aber ich denke, viele Pfarrer waren keine guten Reiter, und bei Wind und Wetter ist ein Ritt von Hausen nach Rietheim und zurück sicher beschwerlich.

In Schritten vollzog sich die Selbstständigkeit. 1845 zog der erste Pfarrverweser auf, 1846 bekam Rietheim eine eigene Kirchenrechnung. Nachdem 1981 die Trennung von Kirche und Staat vollzogen war, wurde in der Landeskirche vieles neu strukturiert. 1895 wurde das Pfarrhaus gebaut und Rietheim somit wirklich eine eigene Gemeinde mit ständiger Pfarrei.

Zurück zu unserer Jubilarin, 1877 musste zum ersten Mal die Kirche ausgebessert werden, 1886 wurde der Innenraum verschönert, wie es in den Akten zu lesen ist.

1887 wurde das Geläut von zwei auf drei Glocken aufgestockt. Den Glockenstuhl hatte man erweitert, die Konstruktion dieses Glockenstuhles war so weitsichtig, dass er bis heute, nach einer weiteren Aufstockung in 1955 für die vierte Glocke, seinen Dienst tut und keinerlei Probleme zu sehen sind. Eine der Glocken von 1887 ist heute noch unsere Taufglocke.

1891 musste das Kirchendach zum ersten Mal schon neu eingedeckt werden.

Was wäre unsere Kirche ohne Uhr. In den Akten steht zu lesen, dass 1913 eine neue Kirchenuhr für 1286 Mark angeschafft wurde, sie wurde ganz aus eigenen Mitteln bezahlt. … Damit sie nicht täglich aufgezogen werden muss, wurde 1973 ein elektrischer Aufzug eingebaut. … Seit Dezember 2005 übernimmt ein kleiner Motor zusammen mit einer Funkuhr die Steuerung des genauen Gangs. Damit erfolgt die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit automatisch.

Die Kirchenmusik war wohl anfangs nicht so berauschen, es ist gelegentlich davon die Rede, dass der Gesang sehr dürftig ist. Aber ab 1920 geht es damit steil bergauf, es wird ein Kirchenchor gegründet, weil er so groß war, hat man die Empore vergrößert. …

1931/32 wurde das Kircheninnere dem Zeitgeschmack angepasst und Decken und Wandbemalung angebracht. Wohl die gravierendste Veränderung hat unsere Jubilarin 1963/64 erfahren. Der Innenraum wurde vollständig umgestaltet. Die Empore wurde komplett neu konzipiert, das uns vertraute Bild von Professor Yelin entstand, eine Warmluftheizung sowie neue Kirchenbänke wurden eingebaut. Die Sakristei baute man an. Der Eingang wurde von der Nordseite auf die Ostseite verlegt.

Probleme mit dem Kirchendach ziehen sich wie ein roter Faden immer wieder durch die Akten. 1981 musste es neu gedeckt werden, da die Ziegel, die 1964 die alten von 1891 ersetzten, schon stark beschädigt waren. Zum 150. Jubiläum wurde dann 1985 die Kirche außen neu in Szene gesetzt. Die Farbgebung im Stil der Zeit um 1835 wurde auf Vorschlag von Herrn Dr. Wörner vom Landesdenkmalschutz durchgeführt.

Der Innenraum blieb dabei unverändert, er war dazu noch in zu gutem Zustand. Erst 2005 hatten wir die Idee doch die Farbe innen zu erneuern, die Beratung des Oberkirchenrats widersprach jedoch unserem sparsamen Vorschlag, die gesamte Elektrik musste den geltenden Vorschriften angepasst werden. Im Mai 2006 wurde begonnen, am 21. Juni feierten wir das Gemeindefest mit der Kirche in den frischen Farben, wie wir sie heute sehen.

Wir waren uns bewusst, dass eine umfangreiche Außenrenovierung mit Sanierung des Dachs notwendig sein wird, wollten es damals aber nicht angehen. Die überaus positive Resonanz auf unsere Spendenbitte und die große Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer machte uns Mut, es doch zum jetzigen Jubiläum zu starten. Die Zeitplanung wurde durch den schweren Hagel am 27. Mai im letzten Jahr kräftig durcheinander gewirbelt. Der Einsatz der Feuerwehr mit seinen Sicherungsmaßnahmen bewahrte die Decke vor schlimmen Schaden. Vor allem die alten Ziegel von 1891 hatten sehr gelitten. Die Ziegel von 1964 und 1985 waren aber zum großen Teil vorher schon schlechter.

Parallel zu unseren Plänen lief auch noch der Neubau der Aussegnungshalle. Im Gemeinderat wurde ich gefragt, ob wie denn das Gerüst wieder weg bringen, bevor der Vorplatz vor der neuen Halle fertig gerichtet wird. Wir waren lange davor fertig.

Der Vorplatz der Kirche wird in den kommenden Monaten auch noch einen neuen Belag erhalten, dann können wir sagen, dass alles abgeschlossen ist. …

Heinz Elsäßer, 1. Vorsitzender des KGR 2010

Hier ist die Jubiläumsschrift herunterzuladen „150 Jahre Evangelische Kirche Rietheim“, mit interessanten Informationen zur Geschichte der Rietheimer Kirche, zur Orgel und den Glocken.

Sehr anschaulich ist auch das Video, das zur 175 Jahrfeier der Evangelischen Kirche Rietheim gedreht wurde.

Anlässlich der 175 Jahrfeier wurde von dem damaligen 1. Vorsitzenden des Kirchengemeinderats Heinz Elsäßer folgende Ansprache gehalten:

(in Ausschnitten)

… Ich möchte meinem Rückblick den Titel geben, die Kirche im Dorf.

Die Geschichte des Dorfs hat vor weit mehr als 1200 Jahren begonnen. Vermutlich so etwas um 1000 Jahre nach Christi Geburt wurde nach Christianisierung durch Mönche aus St. Gallen hier an dieser Stelle eine Kapelle, die Silvesterkapelle gebaut. Sie bot nach der Beschreibung in der Chronik von Pfarrer Bossert etwa 100 Menschen Platz. Das Dorf hatte vor 175 Jahren so etwas 800 Einwohner, damit war die Kapelle für die damaligen Verhältnisse viel zu klein. Rietheim war zu dieser Zeit keine eigene Pfarrei, es gehörte zu Hausen ob Verena. Der Hausener Pfarrer Lang machte sich damals stark dafür, dass in Rietheim ein größeres Gotteshaus gebaut werden soll. 1822 wurde von ihm der erste Antrag für den Bau gestellt, jedoch abgelehnt. 1832 waren die Zeichen besser, der Bescheid war nicht ablehnend, deshalb wurde 1833 ein Plan erstellt, der dann genehmigt wurde. Die Rietheimer hatten auch damals schon Eigenleistung angeboten, sie wollten sich mit 400 Gulden beteiligen. Um die Steine heran zu bringen, wurde gewünscht, dass die Bevölkerung die Fuhrwerke zur Verfügung stellt. Da wie ich annehme, damals Rietheim ein armes Bauerndorf war, musste dies abgelehnt werden, man hatte nicht genügend Pferde.

Die Kirche wurde dann im Wesentlichen auf Kosten des Staates erstellt. Staat deshalb, weil der oberste Hirte der Kirche der württembergische König war, die Trennung von Kirche und Staat kam erst viel später.

Auf jeden Fall wurde am 7. April 1835 mit dem Abbruch der Silversterkapelle begonnen. Im Juni darauf wurde der Grundstein gelegt. … Wenn ich die Baugeschichte lese, dann bekomme ich vor den Männern, die das geleistet haben, viel Ehrfurcht.

Von Anfang April bis Anfang Juni wurde die Silversterkapelle abgebrochen, am 2. Advent konnte die Fertigstellung gefeiert werden. Die Mauern sind einen Meter dick, die Balken, die die Decke tragen sind 50 mal 40 cm dick und ca. 5 m lang. Ich versuche, mir immer wieder vorzustellen, welche Schinderei es wohl war, das ganze Baumaterial zu bewegen.

Die Konstruktion von Decke und Dachstuhl ist bis heute noch solide und zeugt von der Qualität der Arbeit. Dass der Zahn der Zeit an Gemäuer und Balken nagt, hat nichts mit der ursprünglichen Konstruktion zu tun. Einzelne Stellen des Dachs, vor allem der Übergang zwischen Turm und Dach sowie Dach und den verschiedenen Schornsteinen (es gab noch einen anderen als den jetzigen) war einfach undicht geworden und die Balken finden an zu faulen.

Auf jeden Fall war die Kirche Dezember 1835 fertig, den Turm der Silvesterkapelle hatte man stehen gelassen. Es waren wohl auch die beiden Glocken der Kapelle geblieben. Sehr bald war klar, dass der Turm zu niedrig ist, um das Geläut der Glocken im ganzen Dorf zu hören, die Schallöffnung Richtung Norden war niedriger als der First. Ich weiß es nicht, ob es so war, aber ich kann mir vorstellen, dass es unmöglich ist, wenn die katholischen Weilheimer die Glocken der Kirche besser hören als die evangelischen Rietheimer. Was auch immer die offizielle Begründung war, 1845 wurde dann der Turm aufgestockt zur jetzigen Größe, die Glocken sind im ganzen Dorf zu hören.

Schon bald wurde der Ruf nach einer Orgel laut, es wurde behauptet, dass sie schon zur Einweihung gespielt wurde. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sie 1836 in Auftrag gegeben wurde, so konnte man es den Notizen in der Orgel entnehmen. Der Sohn des Orgelbauers Braun aus Spaichingen hat 1868 auf dem Windkanal vermerkt, dass sein Vater sie 1836 für den Spottpreis um 700 Gulden gebaut haben soll.

Nun kurz zur Geschichte der Kirchengemeinde. 1835 war man noch ein Teil der Gemeinde Hausen, die Beschwerden ziehen sich durch die Akten. Die Rußberger mussten sechs Steigungen auf oder ab, um in die Kirche zu gelangen. Die Hausener Pfarrer beschwerten sich, dass es zu mühsam sei, von Hausen aus nach Rietheim und auf den Rußberg zu gelangen. Die Pfarrer bekamen zwar ein Pferd zugesprochen, aber ich denke, viele Pfarrer waren keine guten Reiter, und bei Wind und Wetter ist ein Ritt von Hausen nach Rietheim und zurück sicher beschwerlich.

In Schritten vollzog sich die Selbstständigkeit. 1845 zog der erste Pfarrverweser auf, 1846 bekam Rietheim eine eigene Kirchenrechnung. Nachdem 1981 die Trennung von Kirche und Staat vollzogen war, wurde in der Landeskirche vieles neu strukturiert. 1895 wurde das Pfarrhaus gebaut und Rietheim somit wirklich eine eigene Gemeinde mit ständiger Pfarrei.

Zurück zu unserer Jubilarin, 1877 musste zum ersten Mal die Kirche ausgebessert werden, 1886 wurde der Innenraum verschönert, wie es in den Akten zu lesen ist.

1887 wurde das Geläut von zwei auf drei Glocken aufgestockt. Den Glockenstuhl hatte man erweitert, die Konstruktion dieses Glockenstuhles war so weitsichtig, dass er bis heute, nach einer weiteren Aufstockung in 1955 für die vierte Glocke, seinen Dienst tut und keinerlei Probleme zu sehen sind. Eine der Glocken von 1887 ist heute noch unsere Taufglocke.

1891 musste das Kirchendach zum ersten Mal schon neu eingedeckt werden.

Was wäre unsere Kirche ohne Uhr. In den Akten steht zu lesen, dass 1913 eine neue Kirchenuhr für 1286 Mark angeschafft wurde, sie wurde ganz aus eigenen Mitteln bezahlt. … Damit sie nicht täglich aufgezogen werden muss, wurde 1973 ein elektrischer Aufzug eingebaut. … Seit Dezember 2005 übernimmt ein kleiner Motor zusammen mit einer Funkuhr die Steuerung des genauen Gangs. Damit erfolgt die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit automatisch.

Die Kirchenmusik war wohl anfangs nicht so berauschen, es ist gelegentlich davon die Rede, dass der Gesang sehr dürftig ist. Aber ab 1920 geht es damit steil bergauf, es wird ein Kirchenchor gegründet, weil er so groß war, hat man die Empore vergrößert. …

1931/32 wurde das Kircheninnere dem Zeitgeschmack angepasst und Decken und Wandbemalung angebracht. Wohl die gravierendste Veränderung hat unsere Jubilarin 1963/64 erfahren. Der Innenraum wurde vollständig umgestaltet. Die Empore wurde komplett neu konzipiert, das uns vertraute Bild von Professor Yelin entstand, eine Warmluftheizung sowie neue Kirchenbänke wurden eingebaut. Die Sakristei baute man an. Der Eingang wurde von der Nordseite auf die Ostseite verlegt.

Probleme mit dem Kirchendach ziehen sich wie ein roter Faden immer wieder durch die Akten. 1981 musste es neu gedeckt werden, da die Ziegel, die 1964 die alten von 1891 ersetzten, schon stark beschädigt waren. Zum 150. Jubiläum wurde dann 1985 die Kirche außen neu in Szene gesetzt. Die Farbgebung im Stil der Zeit um 1835 wurde auf Vorschlag von Herrn Dr. Wörner vom Landesdenkmalschutz durchgeführt.

Der Innenraum blieb dabei unverändert, er war dazu noch in zu gutem Zustand. Erst 2005 hatten wir die Idee doch die Farbe innen zu erneuern, die Beratung des Oberkirchenrats widersprach jedoch unserem sparsamen Vorschlag, die gesamte Elektrik musste den geltenden Vorschriften angepasst werden. Im Mai 2006 wurde begonnen, am 21. Juni feierten wir das Gemeindefest mit der Kirche in den frischen Farben, wie wir sie heute sehen.

Wir waren uns bewusst, dass eine umfangreiche Außenrenovierung mit Sanierung des Dachs notwendig sein wird, wollten es damals aber nicht angehen. Die überaus positive Resonanz auf unsere Spendenbitte und die große Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer machte uns Mut, es doch zum jetzigen Jubiläum zu starten. Die Zeitplanung wurde durch den schweren Hagel am 27. Mai im letzten Jahr kräftig durcheinander gewirbelt. Der Einsatz der Feuerwehr mit seinen Sicherungsmaßnahmen bewahrte die Decke vor schlimmen Schaden. Vor allem die alten Ziegel von 1891 hatten sehr gelitten. Die Ziegel von 1964 und 1985 waren aber zum großen Teil vorher schon schlechter.

Parallel zu unseren Plänen lief auch noch der Neubau der Aussegnungshalle. Im Gemeinderat wurde ich gefragt, ob wie denn das Gerüst wieder weg bringen, bevor der Vorplatz vor der neuen Halle fertig gerichtet wird. Wir waren lange davor fertig.

Der Vorplatz der Kirche wird in den kommenden Monaten auch noch einen neuen Belag erhalten, dann können wir sagen, dass alles abgeschlossen ist. …

Heinz Elsäßer, 1. Vorsitzender des KGR 2010